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Embraer EMB-120 Brasilia
Foto: © airliners.de - Daniel Werner
Länge 20.00 m
Höhe 6.35 m
Spannweite 18.78 m
Flügelfläche 39.43
Max. Abfluggewicht 11500 kg
Max. Nutzlast 3100 kg
Reisegeschwindigkeit 555 km/h
Max. Flughöhe 9250 m
Tankkapazität 3300 l
Passagiere 28-30
Reichweite 2400 km
Triebwerke 2x P&W PW118 Schub: 1.800 PS
Erstflug 27.7.1983

 

Am 9.August 1972 hob der Regionalprop unter der Bezeichnung Embraer EMB-110 Bandeirante (=Pionier) ab. Das war wohl der wichtigste Schritt in der Geschichte des brasilianischen Konzerns, denn dieses Flugzeug war in dem damals noch Anfangsphase befindlichen Regionalluftverkehr ein Bombenerfolg, da es gleichwertige Maschinen einfach noch nicht gab.

Denn aus mangelndem Privatkapital fuhr man auf kurzen Strecken eher mit dem Zug als man mit dem Flieger flog. Fliegen war einfach noch zu teuer, doch das sollte sich schleunigst ändern. Jedoch nun zurück. Embraer musste also (immerhin elf Jahre später!) mit neue(re)m Material kommen, da die Konkurrenz nachrückte. Also wurde, durch die Verkaufszahlen der EMB-110 ermutigt, der damals neue Embraer EMB-120 vorgestellt.

Mit nicht geringerem Erfolg, wie sich später übrigens herausstellen sollte. Die auf der EMB-110 basierende, gestreckte Variante konnte die maximale Passagierzahl von Fünfzehn auf Dreißig verdoppeln. Somit konnte sich der Turbo-Prop zu einem der wichtigsten Regionalflugzeuge der 80er und 90er Jahre entwickeln.

Die ursprünglichen PW115-Propellerturbinen wurden durch stärkere PW118 (2x 1800 PS) ersetzt, die einen Vierblattpropeller von Hamilton antrieben und somit zu einer Reisegeschwindigkeit von 556 Stundenkilometern verhalfen (für ein Propellerflugzeug gar nicht schlecht, Vergleich: Die Bombardier Canadair Dash-8300Q erreicht nur 528 km/h und ist wesentlich jünger).

Über die Jahre wurden verschiedene Versionen, deren äußere Abmessungen im wesentlichen identisch blieben, entwickelt, darunter Kombimodelle für den Transport von Passagieren und Fracht, spezielle Varianten für den Einsatz unter „Hot&High“-Bedingungen mit PWA118A-Triebwerk und eine Quick-Change-Variante, die sich von einem Frachter in ein Passagierflugzeug umwandeln ließ.

 

 
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