| Lettercode: | CA / CCA | | Besitzverhältnisse: | Tochter der staatlichen China National Aviation Holding Company | | Herkunft: | China | | Streckennetz: | 185 Ziele in Fernost, Südostasien, Indien, Australien, USA, Kanada, Brasilien, Kuwait, Europa | | Geschichte: | Air China entstand erst 1988 und übernahm zum 1. Juni des Jahres die internationalen Strecken der einstigen CAAC (Civil Aviation Administration of China). Wie auch in den Staaten des Ostblocks war die CAAC für sämtliche Belange der chinesischen Luftfahrt zuständig. Sie verwaltete die Flughäfen, kaufte Flugzeuge, übernahm die Flugsicherung, Agrarflug und das zivile Liniengeschäft. Doch nach mehreren schweren Unglücken in den 1980er Jahren mehrte sich die Kritik am Bürokratiekoloss und CAAC wurde aufgespaltet. Die Langstreckenrechte wurden größtenteils der neuen Air China übertragen. Die aus der alten Flotte übernommenen Maschinen erhielten am Heck das neue Logo. Abgebildet ist der sagenumwobene Phoenix, der das Kunlun-Gebirge und die Weiten des chinesischen Meeres überquert – symbolisiert durch die blauen Kabinenstreifen. Die Kalligraphie neben dem lateinischen Schriftzug soll von Deng Xiaoping persönlich gezeichnet worden sein. Flottenmodernisierung Zunächst musste die Flotte modernisiert werden und Air China übernahm erste Boeing 747-400 sowie die zweistrahligen Muster Boeing 767 und 777. Für den Kurz- und Mittelstreckenbereich entschied man sich für die Next-Generation-Familie des Erfolgsmusters Boeing 737. Gleichzeitig erteilte man aber auch Airbus Industries Aufträge über die Langstreckenmuster A330/340 sowie die A320-Familie, um letztlich nicht von einem Hersteller abhängig zu sein. Die georderten Maschinen trafen um die Jahrtausendwende bei Air China ein und senkten das Durchschnittsalter der Flotte auf nur drei Jahre! Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 durchlief die internationale Luftfahrt eine schwere Krise, da die Nachfrage dramatisch einbrach. Da Air China fast nur Langstrecken flog, war man hiervon besonders betroffen. Wenig später folgte dann auch noch der Ausbruch der SARS-Epidemie im asiatischen Raum. Der chinesische Staatsrat ordnete eine Konsolidierung des Luftverkehrs an und legte zehn staatliche Gesellschaften zusammen. Künftig sollte es nur noch drei große Airline-Blöcke geben: Air China, China Eastern und China Southern. In Folge dieser Anordnung integrierte Air China die ab Sichuan fliegende China Southwest Airlines sowie die ab Zhejiang operierende China National Airlines. Die Neuaufstellung der Airline fand auch im Ausland Beachtung und Air China erhielt 2006 eine Einladung zum Beitritt in die Star Alliance, der ein Jahr später vollzogen wurde. Ausblick Auch künftig könnte Air China weitere Airlines absorbieren, um so das Inlandsnetz zu verdichten. So entbrannte Anfang 2008 eine wahre Bieterschlacht um China Eastern Airlines. Diese geriet durch den hohen Kerosinpreis und internationale Konkurrenz in Bedrängnis und wollte Singapore Airlines an Bord holen. Doch die chinesische Holding CNAH, die auch Air China kontrolliert, hielt die Ausländer mit aller Macht fern und trieb den Preis in die Höhe, bis sich Singapurs Staatsholding Temasek zurückzog. Ein schweres Erdbeben im Mai sowie die Olympischen Sommerspiele ließen dann aber weitere Übernahmeszenarien in den Hintergrund treten. Beide Ereignisse führten zu einer Belastung der chinesischen Airlines. Während beim Unglück der Verkehr in der Provinz Sichuan zusammenbrach und anschließend viele Flugzeuge für Hilfslieferungen zur Verfügung gestellt werden mussten, sorgte bei Olympia eine strenge Visaregelung für Passagierschwund. Hinzu kommen hohe Kerosinkosten und neue private Konkurrenz im Inland. Gleichzeitig bauen global agierende Airlines ihre Flugfrequenzen nach China aus. Doch nur hier kann Air China die begehrten Devisen erwirtschaften und wird daher beharrlich ihr Feld verteidigen. | | Flotte: | 4 Boeing 747-400 8 Boeing 747-400(SCD) 6 Airbus A340-300 19 Airbus A330-300 (+ 21 bestellt) 10 Boeing 777-200 15 Boeing 777-300ER (bestellt) 15 Boeing 787-800 (bestellt) 2 Boeing 767-200ER 4 Boeing 767-300 3 Boeing 767-300ER 13 Boeing 757-200 34 Airbus A319-100 5 Airbus A320-200 6 Airbus A321-200 (+ 20 bestellt) 38 Boeing 737-300 6 Boeing 737-600 20 Boeing 737-700 46 Boeing 737-800 (+ 17 bestellt) | | Webseite: | http://www.airchina.com.cn | | | ![Air China]() | | |  |
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